Eisenpräparate, Omega-3-Fettsäuren usw. – Ernährung im Wochenbett

Nicht nur Rückbildung im Wochenbett, sondern vor allem Ernährung nach der Geburt ist ein sehr wichtiges Thema

Eisenpräparate, Omega-3-Fettsäuren usw. – was Du über Ernährung im Wochenbett wissen solltest, teile ich mir Dir in diesem Beitrag. Beachte bitte, dass es sich um meine Erfahrung handelt und spreche bitte mit Deiner Hebamme oder Deinem Arzt, falls Du meine Tipps ausprobieren möchtest.

Die Geburt war eine Spitzenleistung, Dein Körper, aber auch Dein Kopf muss sich erholen bzw. das Erlebte verarbeiten. Neben der Ruhe und Zeit mit Deinen Liebsten, ist Ernährung einer der Bausteine, der für die Genesung essentiell ist. Die Vitamin- und Nährstoffspeicher müssen aufgefüllt werden, um wieder zu Kräften zu kommen. Ernährung kann Dich im Wochenbett unterstützen und den Genesungsprozess beschleunigen. Egal ob Du stillst oder nicht, es ist wichtig, Deinem Körper die benötigten Bausteine in richtiger Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen. Besonderer Fokus soll auf Eisenmangel und die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren gelegt werden.

Ernährung im Wochenbett

Egal ob Du stillst oder nicht, ist Ernährung sehr wichtig. Denn Dein Körper ist durch die Geburt geschwächt, muss sich regenerieren und braucht dafür Energie. Eiweiße, komplexe Kohlenhydrate und gesunde Fette sind dabei die wichtigsten Energie- und Nährstofflieferanten. Vollkorn- und Milchprodukte sollten täglich verzehrt werden. Zum Beispiel ein Quark oder Skir mit Obst als Zwischenmahlzeit.

Aber auch die Zufuhr von Vitaminen und Mineralien darf nicht vernachlässigt werden. Aus diesem Grund sollten auch Obst und Gemüse Deine täglichen Begleiter sein. Wenn es zu der Zeit Beerensaison ist, solltest diese in Deinen Speiseplan einbauen. Denn Beeren sind kleine Vitamin- und Antioxidantienbomben, die Dein Körper nach der Geburt sehr gut gebrauchen kann.

Für die Regeneration vom Gewebe sind essentielle Fettsäuren bzw. Omega-3-Fettsäuren von großer Bedeutung. Diese sind in pflanzlichen Ölen, Nüssen und Fisch enthalten und sollen in ausreichender Menge zu sich genommen werden. Zum Beispiel hochwertige, nicht erhitzte Öle als Dressing für den Salat und mindestens einmal die Woche fetten Fisch, zum Bespiel Lachs. Einige Studienergebnisse weisen darauf hin, dass durch eine ausreichende Zufuhr vor Omega-3-Fettsäuren das Risiko für postnatale Depressionen gesenkt werden kann. Solltest Du kein Fisch essen wollen oder können, solltest Du überlegen Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Dieses Produkt kann ich Dir wärmstens empfehlen:

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Das Präparat wird in Deutschland hergestellt.  Der Hersteller lässt sein Produkt regelmäßig von einem externen Labor auf Schadstoffbelastung und auf die Nährwerte überprüfen. Die Kapseln enthalten reines Fischöl in Triglycerid-Form. Es bedeutet, dass das es sich um ein Fischöl in natürlicher Form handelt, welches nicht so anfällig für Oxidation ist und optimal vom Körper aufgenommen werden kann. Um die Frische möglichst lange zu erhalten, lagere die Kapseln am Besten im Kühlschrank.

Vermutlich hast Du bei der Geburt viel Blut verloren. Um Blutverluste und den Eisenmangel auszugleichen, solltest Du Lebensmittel wie rotes Fleisch, rote Beete, Hirse und Hafer auf Deinen Speiseplan setzen. Denn diese beinhalten viel Eisen. Ich esse zum Beispiel täglich etwas Haferflocken in meinem Müsli und ersetze Reis durch Hirse als Beilage. Ist das nicht ausreichend, gibt es Eisenpräparate, wie Kräterblut, die ohne Rezept in der Apotheke oder online erhältlich sind. Ich habe den Saft getrunken und so meinen Eisenmangel nach der Geburt in Griff bekommen. Den Eisenwert in Deinem Blut kannst Du übrigens durch Deinen Frauenarzt bestimmen lassen. Leider kam es bei mir zu hässlichen Verfärbungen in Zahnzwischenräumen, die erst durch eine professionelle Zahnreinigung zu entfernen waren. Aus diesem Grund würde ich eher die Drageeform davon empfehlen, den Link findest Du hier:

 

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Diese beinhalten auch noch Folsäure, die nach der Geburt ebenfalls wichtig ist. Wenn Du kein Eisenpräparat benötigst, solltest Du besonders in der Stillzeit auf die Folsäureversorgung achten. Am besten nimmst Du die Folsäurepräparate weiter, die Du bereits in der Schwangerschaft eingenommen hast. Ich habe dieses Produkt eingenommen:

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Davon gibt es zwei Varianten, mit und ohne Jod, solltest Du Probleme mit der Schilddrüse haben.

Abgesehen von den vorgestellten Nahrungsergänzungsmitteln achte bitte auf abwechslungsreiche Ernährung und viel Trinken, um so ernährungstechnisch das Beste für Deinen Körper zu tun.

Ernährung und Stillzeit

Wenn Du stillst oder stillen möchtest, ist es wichtig, dass Du neben den oben genannten Punkten auf ein paar weitere Aspekte achtest: Dein Körper muss nun einer wichtige Aufgabe übernehmen, die Milchproduktion, um Dein Baby zu versorgen. Dafür wird viel Energie benötigt, zum einem für die Produktion der Milch und zum anderen die Milch selber besteht ja aus Kalorien. Du brauchst also 500 – 600 kcal mehr am Tag. Doch diese Kalorien sollen bitte nicht durch die Süßigkeiten, sondern mit sinnvollen Lebensmitteln gedeckt werden. Eiweiß und gesunde Fette sind die richtigen Lieferanten für den Zusatzbedarf. Aber auch die Zufuhr von Vitaminen und Mineralien darf nicht vernachlässigt werden. Aus diesem Grund baue täglich Obst und Gemüse in Deinen Speiseplan ein.

Ganz wichtig ist auch das ausreichende Trinken. Nur wenn Du viel trinkst, kann Muttermilch gebildet werden. 2-3 Liter am Tag waren für mich optimal.

Bedenke bitte, dass alles was Du zu Dir nimmst, über die Muttermilch zu Deinem Baby gelangt. So kursieren besonders im Internet viele Listen, die verbotene Lebensmittel in der Stillzeit angeben. Diese sind sicherlich nicht ganz zu vernachlässigen. Ich habe jedoch in der Stillzeit alles gegessen, aber in Maßen. Das heißt, nicht gleich eine ganze Schale mit Erdbeeren verschlingen, sondern zunächst 2-3 probieren und einige Tage abwarten, um zu sehen, ob es zu irgendeiner Reaktion bei Deinem Baby kommt. Typische Anzeichen für eine Unverträglichkeit sind Hautausschläge, besonders im Gesicht, Bauchweh, Blähungen. Wenn alles ok war, habe ich das Lebensmittel weiter gegessen.

Hier teile ich meine Stillgeschichte mit Dir, falls Du Interesse hast.

Welches Gemüse in der Stillzeit ist sinnvoll?

Bei Gemüse würde ich empfehlen auf regionale und saisonale Sorten zurückzugreifen. Auch hier gilt, neues Lebensmittel in kleinen Mengen probieren und abwarten, ob das Baby darauf reagiert. Grundsätzlich gilt, das Gemüse leicht andünsten, um es leichter verdaulicher zu machen, aber bitte nicht zerkochen oder zu stark anbraten, weil dadurch viele Vitamine verloren gehen.

Nach der Geburt und den Verletzungen hatte ich mit Verstopfungen zu kämpfen, die ich mit viel Gemüse in meinem Stillzeit-Speiseplan in Griff bekommen konnte. Wenn es ganz schlimm war, habe ich getrocknete Pflaumen in etwas Wasser über Nacht einwirken lassen und diese am nächsten Morgen gegessen sowie den Saft getrunken. Auch das hilft mir bei Verstopfungen sehr. Zu beachten gilt auch hier, falls Du stillst, dass die Pflaumen dieselbe Wirkung auf Dein Baby haben können. Deswegen solltest Du mit kleinen Mengen anfangen und ggfls. vorher mit Deiner Hebamme sprechen.

Blähende Lebensmittel – Stillen

Blähungen bei Mutter und Baby können sehr schmerzhaft sein. Werden diese durch bestimmte Lebensmittel verursacht, kann der Verzicht darauf logischerweise eine Besserung bringen. Das Problem dabei ist jedoch, dass keiner mit Sicherheit sagen kann, was genau zu Blähungen führt und ob Bauchschmerzen beim Baby durch bestimmte blähende Lebensmittel verursacht werden. Im Allgemeinen kann man jedoch festhalten, dass besonders Hülsenfrüchte, Linsen, Bohnen, Kichererbsen usw. zu Blähungen führen können.

Die Erfahrung konnte ich jedoch nicht machen. Es kann aber auch daran liegen, dass ich schon immer gerne Hülsenfrüchte gegessen habe und mein Körper es wahrscheinlich schon kennt. Aus meiner Erfahrung kann ich also sagen, dass auch während der Stillzeit Hülsenfrüchte gegessen habe und bei meinen Kindern keine Auswirkungen feststellen konnte. Auch hier empfehle ich Dir es mit einer kleinen Menge zu probieren und gucke, wie Dein Baby reagiert.

Abnehmen nach Schwangerschaft

Was ebenfalls viele Schwangeren und frischgebackene Mütter beschäftigt, ist das Thema Abnehmen nach Schwangerschaft. Meine Antwort und Erfahrung ist, dass dieses Thema in den ersten 3-4 Monaten nach der Geburt keine Rolle spielen darf. Es ist wichtig, dass Du wieder zu Kräften kommst und Dich um Dein Baby kümmern kannst. Die Figur kann warten. Man sagt, dass es im Schnitt ca. 9 Monate nach der Geburt dauert bis man seinen Körper wieder zurück hat. Du darfst Dir also Zeit lassen. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass ich erst nach ca. 6 Monate nach der Geburt, nach dem ich abgestillt habe, mich um meine Ernährung und den Sport kümmern konnte. Vorher waren meine Prioritäten einfach woanders und es war auch gut so.

Macht Dir bitte keine Sorgen um Deine Kilos, die in der Schwangerschaft dazugekommen sind, und den wabbeligen Bauch, den Du vielleicht immer noch hast. Falls Du stillst, ist es sowieso normal, dass das Gewebe noch weich und so etwas wabbelig ist. Gebe Dir und Deinem Körper Zeit! Lese dazu auch meinen Beitrag zu dem Thema Rückbildung im Wochenbett.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit meiner Erfahrung etwas helfen. Solltest Du Fragen oder Anmerkungen haben, schreibe mir gerne eine Email: info@rueckbildungskurs-online-erfahrungen.de

In meinem Hautartikel beschreibe ich meine Erfahrung mit einem Online Rückbildungskurs. Klicke hier, wenn Du mehr wissen willst.

Liebe Grüße

Julia

 

Julia

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